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AI Visibility Benchmark Report
No. 06
April 2026
Christian SchergGründer & Geschäftsführer, Recon Rise
Luke KotlinCo-Founder & Head of AI Visibility, Recon Rise

AI Visibility Index DACH 2026 — Headless CMS

Wer in KI-Antworten sichtbar ist, wer fehlt, und warum

AI Visibility Index DACH 2026 — Headless CMS

Ein Head of Engineering in einem mittelständischen Industrieunternehmen sitzt am späten Nachmittag vor seinem Monitor. Die Marketingabteilung will in den nächsten zwölf Monaten von acht Länder-Websites auf sechzehn skalieren, und der Vorstand erwartet, dass Marketer Landing Pages selbst bauen können, ohne Tickets ins Dev-Team. Der bestehende WordPress-Stack trägt das nicht. Statt drei Vendor-Demos für die nächste Woche zu buchen, tippt er in ChatGPT: „Welche Plattform für Multi-Language und Multi-Market Content-Management empfehlen?" Vier Namen kommen zurück. Drei davon kannte er schon, einen nicht. Bevor die erste Präsentation läuft, steht die Shortlist.

Genau diesen Moment haben wir gemessen. Welche Headless-CMS-Anbieter tauchen in diesem Dialog auf, welche nicht? Das ist AI Visibility, also die Sichtbarkeit einer Marke in den Antworten generativer KI-Systeme. Gemessen an dem Punkt, an dem moderne CMS-Kaufentscheidungen heute beginnen.

Der Headless-CMS-Markt ist für diese Messung besonders aufschlussreich. Drei Gruppen treffen aufeinander. Auf der einen Seite die amerikanischen Pure Plays wie Contentful, Sanity, Prismic und Contentstack. Daneben die europäischen API-first-Anbieter, zu denen Storyblok, Strapi, Hygraph, Directus, Magnolia und TYPO3 zählen. Und schließlich die etablierten Suite-Vendoren wie Adobe Experience Manager, Sitecore, Optimizely oder CoreMedia, die ihre Enterprise-Stacks Schritt für Schritt entkoppeln. Hinzu kommt der Long Tail aus WordPress, Drupal, HubSpot und einer schnell wachsenden Zahl spezialisierter Anbieter wie Payload, Kontent.ai oder DatoCMS. Wer hier sichtbar werden will, kämpft an drei Fronten gleichzeitig.


Was wir gemessen haben

Gemeinsam mit Profound haben wir 25 Prompts aus realen Headless-CMS-Kaufprozessen auf ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity laufen lassen. Region Deutschland, Zeitraum April 2026. Jeder Prompt wurde mehrfach ausgeführt und jede Antwort ausgewertet.

Die Prompts teilen sich in fünf Themenbereiche auf: Headless CMS Auswahl, Wettbewerbsvergleich, Developer Experience, Marketer Experience sowie Enterprise & Compliance. Jeder dieser Bereiche steht für einen anderen Moment im Kaufprozess, von der ersten Orientierungsfrage bis zur konkreten Compliance-Anforderung im Enterprise-Segment.

Insgesamt tauchten 181 verschiedene Anbieter in den AI-Antworten auf. Die meisten davon nur ein einziges Mal, ohne wiederkehrendes Muster. Die Top 20 vereinen den Großteil des Share of Voice; der Rest verteilt sich auf rund 160 weitere Marken mit sporadischen Erwähnungen. Ein Long-Tail-Bild also, mit wenigen dominanten Namen und einer breiten Schleppe dahinter.

Drei Werte stehen im Zentrum. Der Visibility Score gibt an, bei wie vielen der Prompts eine Marke in der AI-Antwort genannt wird, in Prozent. 30 % heißt: in knapp jeder dritten Antwort präsent. Die Average Position zeigt, wie weit vorne eine Marke dabei erscheint. Und die Citations machen sichtbar, welche Quellen die AI-Systeme heranziehen, wenn sie eine Empfehlung formulieren.


Das Gesamtranking

Visibility Score über alle drei Plattformen, gemittelt über den Messzeitraum.

Visibility Score: Gesamtranking über alle Plattformen

Zwei Beobachtungen prägen das Bild. An der Spitze hat sich eine Vierergruppe herausgebildet. Contentful, Strapi, Sanity und Storyblok definieren in den AI-Antworten den modernen Headless-Markt. Diese vier Marken machen zusammen einen erheblichen Teil aller Brand-Nennungen aus. Wer eine generische Frage zu Headless CMS stellt, bekommt fast immer eine Teilmenge dieser vier zurück.

Die zweite Beobachtung betrifft die Lücke darunter. Hinter Storyblok auf Rang 4 öffnet sich ein Abstand von 28 Prozentpunkten zu WordPress auf Rang 5. Das ist die schärfste Trennlinie, die wir in dieser Serie zwischen einer Spitzengruppe und dem Mittelfeld gemessen haben. Die acht Anbieter dahinter, also WordPress, Drupal, Directus, Hygraph, Magnolia, TYPO3, CoreMedia und Adobe, drängen sich in einem schmalen Band zwischen 16 und 21 %. Die Reihenfolge dort ist instabil. Ein einziger zusätzlicher Vergleichsartikel in einer der relevanten Quellenarten kann die Position um zwei oder drei Plätze verschieben.

Innerhalb der Spitzengruppe sind die Abstände größer als im Mittelfeld, aber die Hierarchie ist klar. Contentful liegt 20 Prozentpunkte vor Strapi. Strapi und Sanity stehen dicht beisammen, Storyblok wenige Prozentpunkte hinter Sanity. Vier Marken, die sich denselben Markt teilen.

Der Visibility Score allein erzählt nicht die ganze Geschichte. Genauso wichtig ist, wie weit vorne in der Antwort eine Marke steht. Also ob sie als erste oder als fünfte Empfehlung auftaucht.

AnbieterAvg. PositionShare of Voice
Contentful2,612,2 %
Next.js2,6(n/a)
Contentstack2,71,7 %
Sanity3,08,3 %
Storyblok3,18,0 %
HubSpot3,22,4 %
CoreMedia3,23,0 %
Adobe3,32,7 %
Strapi3,48,9 %
Webflow3,41,8 %

Drei Beobachtungen sind hier wichtig. Erstens führt Contentful nicht nur in der Häufigkeit (73 %), sondern auch in der Position (2,6). Wird Contentful genannt, dann früh in der Antwort. Zweitens liegen die vier Spitzenanbieter im Visibility-Ranking (Contentful, Strapi, Sanity, Storyblok) in der Average Position alle zwischen 2,6 und 3,4. Wenn sie in einer Antwort auftauchen, dann durchgängig als Erste, Zweite oder Dritte, kaum am Ende der Liste. Drittens erscheint Contentstack mit Position 2,7 sehr weit vorne, obwohl die Marke im Visibility-Ranking nur auf Platz 18 liegt. Das ist die typische Signatur eines Anbieters, der selten genannt wird, dann aber prominent. Solche Marken hängen sehr stark an wenigen, einflussreichen Quellen.

Adobe und Sitecore zeigen ein verwandtes Muster. Beide sind gut platziert (3,3 und 3,5), aber mit niedriger Sichtbarkeitsfrequenz (16,6 und 14,8 %). Beide profitieren von einer langen Geschichte als Enterprise-Referenzen, sind aber in den Quellen, die AI für moderne Headless-Architekturen heranzieht, weniger dicht verankert als die Pure Plays.


Drei Plattformen, drei Rangordnungen

Keine der drei Plattformen spiegelt das Gesamtranking exakt. Die Abweichungen sind nicht kosmetisch, sie sind strukturell.

ChatGPT

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful78,2 %
2Sanity66,1 %
3Storyblok58,1 %
4Strapi56,3 %
5Hygraph29,3 %
6Drupal24,7 %
6Directus24,7 %
6WordPress24,7 %
9Payload24,1 %
10Adobe23,6 %

Google AI Overviews

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful73,1 %
2Storyblok59,2 %
3Strapi53,1 %
4Sanity48,5 %
5WordPress21,5 %
6Hygraph20,0 %
7HubSpot17,7 %
7TYPO317,7 %
9Directus16,9 %
10Drupal14,6 %

Perplexity

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful67,7 %
2Strapi49,7 %
3Sanity38,5 %
4Storyblok28,6 %
5CoreMedia26,7 %
6Drupal21,7 %
7Magnolia18,6 %
7TYPO318,6 %
9Directus17,4 %
10Adobe16,2 %

Drei Plattformen, drei Rankings, ein Markt. Die Spitze ist auf allen drei Plattformen von denselben vier Marken besetzt (Contentful, Strapi, Sanity, Storyblok), aber die Reihenfolge variiert deutlich.

Sanity liegt auf ChatGPT mit 66,1 % auf Rang 2, vor Strapi und Storyblok. Auf Perplexity rutscht dieselbe Marke in derselben Woche auf 38,5 % ab und liegt hinter Strapi. Sanity ist auf ChatGPT überproportional stark, weil ChatGPT internationale Tech-Vergleichsportale und englischsprachige Developer-Quellen breiter heranzieht. Genau dort hat Sanity seit Jahren Präsenz aufgebaut.

Storyblok zeigt eine andere Asymmetrie. Auf Google AI Overviews mit 59,2 % auf Rang 2, deutlich vor Strapi und Sanity. Auf ChatGPT mit 58,1 % auf Rang 3. Auf Perplexity mit 28,6 % auf Rang 4, also dreißig Prozentpunkte unter dem eigenen Google-Wert. Diese Spreizung über die Plattformen hinweg ist die größte aller vier Spitzenanbieter. Wer Storyblok auf Google AI Overviews als bekannte Marke wahrnimmt, bekommt auf Perplexity einen anderen Eindruck.

CoreMedia zeigt das umgekehrte Muster. Auf ChatGPT nicht in den Top 10, auf Google AI Overviews ebenfalls nicht in den Top 10, auf Perplexity dafür Rang 5 mit 26,7 %. Das ist keine Anomalie. Perplexity gewichtet deutschsprachige Fachportale und spezialisierte CMS-Vergleichsseiten stärker. CoreMedia ist dort seit langem verankert, nicht zuletzt über die eigene Domain, die im gesamten Datensatz die meistzitierte Quelle stellt.

Hygraph schafft es auf ChatGPT auf Rang 5 mit 29,3 %, auf Google AI Overviews nur auf Rang 6 mit 20 %, und fällt auf Perplexity ganz aus den Top 10. Drei Plattformen, drei Rangordnungen, ein und derselbe Anbieter.

Wer seine AI-Strategie auf nur eine Plattform ausrichtet, hat auf den anderen systematische Lücken. Im Headless-CMS-Markt ist das besonders folgenreich, weil Käufer-Personas hier sehr unterschiedlich vorgehen. Entwickler und CTOs greifen häufig zu ChatGPT. Technische Marketer und Mittelstands-Entscheider zu Google AI Overviews. Recherchierende Spezialisten und Beratungsumfelder zu Perplexity. Dieselbe Plattform-Asymmetrie, die im Datensatz sichtbar ist, schlägt im Vertrieb auf drei verschiedene Käuferzugänge durch.


Wer gewinnt welchen Themenbereich?

Das Gesamtranking zeigt, wer insgesamt am häufigsten erscheint. Was es nicht zeigt: bei welchen konkreten Fragen eine Marke präsent ist, und bei welchen nicht.

Headless CMS Auswahl

„Welches moderne CMS ersetzt WordPress für wachsende Unternehmen?", „Welches Headless CMS empfehlen für Enterprise-Websites mit Multi-Channel-Content?", „Welche Plattform für Multi-Language und Multi-Market Content-Management empfehlen?", u. a.

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful82,7 %
2Storyblok65,4 %
3Strapi61,5 %
4Sanity56,7 %
5Magnolia37,4 %

Die Einstiegsfrage des Marktes, und Contentful dominiert sie. 82,7 % heißt: Bei mehr als vier von fünf generischen Auswahl-Anfragen taucht Contentful in der Antwort auf. Storyblok auf Rang 2 mit 65,4 %, Strapi und Sanity dicht beieinander auf den Plätzen 3 und 4. Vier Anbieter über 56 %, ein Befund, der sich in keiner anderen Themenbereich-Tabelle dieses Reports wiederholt.

Was hier zusätzlich auffällt, ist Magnolia auf Rang 5 mit 37,4 %. Magnolia steht im Visibility-Gesamtranking nur auf Platz 9. In dieser Einstiegsfrage aber ist die Marke stärker positioniert als zehn Anbieter, die im Gesamtdurchschnitt vor ihr liegen. Das ist kein Zufall, sondern Folge einer konsequenten Präsenz in deutschsprachigen CMS-Übersichtsartikeln. Magnolia ist ein Schweizer Anbieter mit DACH-Fokus, und in den Quellen, die für Auswahlfragen am stärksten gewichtet werden, schlägt sich diese geografische Verankerung direkt nieder.

Wettbewerbsvergleich

„Storyblok vs Contentful, welches Headless CMS empfehlen für mittelgroße Teams?", „Welche günstigere Alternative zu Contentful für Startups und Scale-ups empfehlen?", „CMS mit besserem visuellem Editor als Sanity oder Prismic empfehlen?", u. a.

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful80,1 %
2Storyblok72,0 %
3Sanity55,0 %
4Strapi51,9 %
5Directus32,4 %

Wettbewerbsvergleiche bestehen aus zwei sehr unterschiedlichen Fragetypen, und es lohnt sich, sie getrennt zu betrachten.

Gerichtete Vergleiche wie „Storyblok vs Contentful" spiegeln einen Einkäufer wider, der bereits eine Shortlist hat und sie validieren will. Die im Prompt genannten Marken tauchen erwartungsgemäß mit hohen Werten auf. Die Frage nennt sie ja. Spannend ist hier etwas anderes: Welche Namen schiebt die KI zusätzlich ins Bild? In gerichteten Vergleichen sind das systematisch Sanity, Strapi, Directus und Prismic. Das sind die Marken, die in die Shortlist einbrechen, ohne dass der Einkäufer sie genannt hat.

Offene Vergleiche wie „Welche günstigere Alternative zu Contentful für Startups und Scale-ups empfehlen?" messen etwas anderes. Hier entsteht die Shortlist von Grund auf. Die typischen Antworten enthalten Storyblok (als visueller Editor mit Markt-Anker), Strapi (als Open-Source-Alternative), Sanity (als API-first-Alternative), Directus (als Self-Hosted-Alternative) und Hygraph (als GraphQL-Alternative). Wer hier nicht auftaucht, fehlt im Day-One-Set der KI für die jeweilige Alternative-Frage. Genau diese Position ist es, in der Kaufentscheidungen heute beginnen.

Strapi auf Rang 4 mit 51,9 % spiegelt diese Doppelrolle wider: Open-Source-Alternative und eigenständiger Wettbewerber. Directus auf Rang 5 mit 32,4 % verdankt seine Position fast vollständig der Self-Hosted- und On-Premise-Konnotation. Beide werden über Themen sichtbar, weniger über den Markennamen.

Developer Experience

„CMS mit Next.js und React Integration für Entwickler empfehlen", „Welches Headless CMS hat die beste API und SDK-Unterstützung?", „API-first CMS mit visuellem Editor für Content-Teams empfehlen", u. a.

RangAnbieterVisibility Score
1Strapi94,8 %
2Contentful91,7 %
3Sanity86,5 %
4Storyblok40,4 %
5Hygraph38,4 %

Die einzige Kategorie im Report, in der drei Anbieter über 85 % Visibility liegen. Wer Entwickler als Käufer-Persona fragt, bekommt fast immer dieselbe Top 3. Strapi, Contentful, Sanity, in nahezu jeder Antwort. Die Reihenfolge variiert, der Inhalt nicht.

Strapi knapp vor Contentful (94,8 vs. 91,7 %) ist bemerkenswert. Strapi ist nicht der größte Anbieter im Markt und nicht der mit den höchsten Recurring Revenues. In der Wahrnehmung von AI-Systemen für Developer-Fragen aber ist Strapi der erste Name. Das hat zwei Gründe. Zum einen betreibt Strapi eine extrem aktive Open-Source-Community mit GitHub-Sichtbarkeit und Dev-Community-Präsenz. Zum anderen ist strapi.io in dev.to-Artikeln, GitHub-Vergleichen und Reddit-Diskussionen tief verankert, was sich in den Citations widerspiegelt.

Hinter den Top 3 öffnet sich eine Lücke von über 45 Prozentpunkten. Storyblok auf Rang 4 mit 40,4 %, Hygraph dicht dahinter mit 38,4 %, Directus mit 34,1 %. Diese drei sind in Developer-Antworten zwar präsent, aber als Spezialisten-Empfehlungen. Storyblok für visuelles Editing in Next.js-Stacks, Hygraph für GraphQL-Workflows, Directus für Self-Hosted-Szenarien. Default-Antworten auf die generische Developer-Frage sind sie nicht.

Payload auf Rang 7 mit 28,8 % ist der Newcomer, dessen Trajektorie in den nächsten Quartalen am stärksten zu beobachten ist. Payload tritt erst seit 2024 in Vergleichen prominent auf, hat aber in einem Jahr eine Visibility erreicht, für die andere Anbieter Jahre brauchten. Der Hebel: konsequent technisch fokussierter Content, GitHub-Präsenz, Next.js-Integrationen.

Marketer Experience

„CMS mit visuellem In-Context-Editor ohne Entwickler-Abhängigkeit empfehlen", „Welches CMS erlaubt Marketern selbstständig Landing Pages zu erstellen und testen?", „Content-Management-System mit A/B-Testing und personalisierten Inhalten empfehlen", u. a.

RangAnbieterVisibility Score
1WordPress51,2 %
2Contentful42,3 %
3HubSpot42,3 %
4CoreMedia38,5 %
5Storyblok37,7 %

Hier ändert sich das Bild fundamental. WordPress führt, also kein Headless-CMS-Anbieter im engeren Sinne, sondern das Massenprodukt, das in der deutschen Fachpresse seit zwanzig Jahren als Referenz für „CMS für Marketer" auftaucht. HubSpot direkt dahinter, gleichauf mit Contentful. CoreMedia auf Rang 4. Storyblok auf Rang 5 mit 37,7 %. Erst dann Webflow als moderne No-Code-Option.

Die spezialisierten Headless-Anbieter, die in der Developer-Kategorie dominieren (Strapi, Sanity, Hygraph), sind hier deutlich schwächer vertreten. Strapi taucht in Marketer Experience nur randständig auf. Sanity ähnlich. Das ist die strukturelle Schwachstelle vieler API-first-Plattformen. Sie überzeugen Entwickler, aber die Quellen, die AI für Marketer-Fragen heranzieht, kommen aus einer anderen Welt: Marketing-Blogs, Mittelstands-Magazine, deutschsprachige Vergleichsportale, in denen WordPress, HubSpot und Webflow seit Jahren etabliert sind.

CoreMedia und Storyblok auf den Plätzen 4 und 5 zeigen, dass es auch anders geht. Beide haben in deutschsprachigen Marketer-Quellen genug Präsenz aufgebaut, um neben den etablierten Massenanbietern wahrgenommen zu werden, wenn auch in unterschiedlichen Quellenarten. CoreMedia über die eigene Domain (im Datensatz die meistzitierte Quelle überhaupt). Storyblok über Visualisierungs- und No-Code-orientierte Vergleichsartikel.

Enterprise & Compliance

„Enterprise CMS mit SOC2, DSGVO-Konformität und SSO-Integration empfehlen", „Headless CMS mit On-Premise-Option oder EU-Serverstandort für DSGVO empfehlen", „Welches CMS bietet Rollenverwaltung und Approval-Workflows für große Teams?", u. a.

RangAnbieterVisibility Score
1Contentful64,5 %
2Drupal56,8 %
3TYPO352,9 %
4Adobe48,5 %
5Sitecore39,3 %

Die einzige Kategorie, in der die Welt der etablierten Suite-Anbieter wieder vorn auftaucht. Drupal, TYPO3, Adobe Experience Manager, Sitecore. Plattformen, die seit zehn oder zwanzig Jahren in Enterprise-Ausschreibungen, IT-Fachmedien und Compliance-Artikeln genannt werden. Diese Quellenmasse trägt durch.

Contentful auf Rang 1 zeigt, dass moderne Headless-Anbieter in dieser Kategorie durchaus mithalten können, wenn die Quellenbasis breit genug ist. Contentful hat in den letzten Jahren systematisch in Enterprise-Themen wie SOC2, DSGVO und SSO publiziert. Diese Investition zahlt sich hier ein.

TYPO3 auf Rang 3 mit 52,9 % ist eine deutsch-sprachige Besonderheit. TYPO3 ist im internationalen Markt nahezu unsichtbar; im DACH-Markt ist es das traditionelle Enterprise-CMS für Behörden, Bildungseinrichtungen und mittelständische Industrie. Diese geografische Spezialisierung schlägt direkt auf die Quellenbasis durch, und damit auf die AI-Antworten, die deutsche Compliance-Fragen bedienen.

Was in dieser Tabelle auffällt, ist nicht nur, wer auftaucht, sondern wer fehlt. Strapi und Sanity, in der Developer-Kategorie noch dominant, fallen hier auf Rang 6 und 7 zurück. Storyblok auf Rang 12 mit 16,3 %. Wer Compliance fragt, fragt nicht den modernsten API-Endpoint, sondern den verlässlichsten Anbieter. „Verlässlich" ist in den Quellen mit Adobe, Sitecore, Drupal und TYPO3 verknüpft, nicht mit den moderneren Wettbewerbern. Für die gesamte Vierergruppe der Spitzenanbieter ist Enterprise & Compliance die Kategorie mit der schwächsten Position.

Heatmap: Wer gewinnt welchen Themenbereich?

Wie AI Fragen verarbeitet

Wenn ChatGPT eine Frage bekommt, beantwortet das System sie nicht direkt aus dem Gedächtnis heraus. Stattdessen werden intern mehrere verwandte Suchanfragen formuliert, deren Ergebnisse dann zusammengeführt werden. Diese internen Anfragen heißen Fanout-Queries. Das KI-System „fächert" die Nutzerfrage in mehrere Teilanfragen auf und baut aus den Treffern eine umfassendere Antwort zusammen.

In unserem Datensatz lagen die Fanouts bei durchschnittlich 1,77 Queries pro Ausführung auf ChatGPT und 1,52 auf Perplexity. Jeder unserer Prompts steht also eigentlich für einen ganzen Cluster an Teilfragen.

Ein Beispiel: Für den Prompt „CMS mit Next.js und React Integration für Entwickler empfehlen" entstanden im Schnitt 2,83 Queries pro Ausführung. Die häufigsten waren „Contentful Next.js integration", „Strapi React integration" und „best CMS for Next.js developers". Die ursprüngliche deutsche Frage wurde in mehreren Teilschritten in englische Tech-Vokabular-Anfragen übersetzt, bevor die Antwort zusammengesetzt wurde.

Das ist ein Effekt, der DACH-Anbieter strukturell beeinflusst. Bei Developer-fokussierten Fragen läuft die interne Suche überwiegend auf Englisch. Bei Marketer- und Compliance-Fragen bleibt sie häufiger im deutschen Sprachraum. Das erklärt einen Teil der Plattform-Unterschiede: ChatGPT fächert breiter auf und gewichtet internationale Tech-Quellen stärker; Perplexity fächert enger und bleibt häufiger im deutschsprachigen Quellenkorpus. Ein und dieselbe Marke kann durch diese unterschiedliche Quellenarchitektur auf einer Plattform weit vorn liegen und auf einer anderen kaum auftauchen. Nicht wegen unterschiedlicher Produktqualität, sondern wegen unterschiedlicher Quellenmechanik.


Was AI tatsächlich liest

Die Visibility Scores zeigen, wer vorne steht. Die Citation-Analyse erklärt, warum.

Der Datensatz umfasst über 1.300 Citation-Pages aus 657 verschiedenen Domains. Die Verteilung nach Quellentyp:

KategorieCitation Share
Brand-Hubs & spezialisierter Fachcontent75,6 %
Earned Media (Fachpresse, Redaktionen)15,3 %
Social Media (YouTube, Reddit, dev.to, LinkedIn)6,9 %
Institutionen (Wikipedia u. ä.)2,3 %

Drei Viertel aller Citations entfallen auf eine Mischung aus Anbieter-eigenen Content-Hubs und neutralem Fachcontent. Das ist der eigentlich auffällige Befund: In dieser Kategorie zitieren AI-Systeme massiv Anbieter-Hubs als Quelle. Nicht weil sie verzerren wollen, sondern weil dort die ausführlichsten Vergleichsartikel zu finden sind.

Top-Citation-Domains

Top-Quellen: Was AI tatsächlich zitiert

Mehrere Beobachtungen aus diesen Daten lohnen einen genaueren Blick.

coremedia.com auf Rang 1 mit 3,91 %. CoreMedia steht im Visibility-Gesamtranking nur auf Rang 11, ist aber die meistzitierte Domain im gesamten Datensatz. Das ist kein Widerspruch, sondern erklärt sich aus zwei Beobachtungen. Erstens betreibt CoreMedia einen außergewöhnlich umfangreichen Blog mit deutschsprachigen Vergleichsartikeln, die andere Anbieter namentlich nennen, etwa „Die 7 besten Enterprise CMS-Plattformen", die meistzitierte Einzelseite des Datensatzes. Zweitens wird dieser Content von AI-Systemen genau deshalb zitiert: Er enthält strukturierte Top-Listen, die die Maschine direkt verwerten kann. CoreMedia liefert das Rohmaterial, aus dem AI-Systeme die Rankings anderer Anbieter ableiten.

omr.com auf Rang 2 mit 3,28 %. Die einzige redaktionelle Quelle, die plattformübergreifend in der Top 5 erscheint. OMR betreibt eine umfangreiche CMS-Vergleichssektion, die in deutschen AI-Antworten überproportional zitiert wird. Wer im DACH-Markt schnell AI-Sichtbarkeit aufbauen will, kommt an OMR praktisch nicht vorbei. Kein anderes deutsches Medium hat eine vergleichbare Position in dieser Kategorie.

YouTube auf Rang 3 mit 2,65 %. Wie schon in den vorherigen Reports der Serie ist YouTube die drittwichtigste Citation-Quelle, und das ist kein Zufall. Tech-Tutorials, Produkt-Demos, CMS-Vergleichs-Videos. AI-Systeme greifen auf Transkripte und Beschreibungen dieser Videos zu. In den meisten AI-Visibility-Strategien, die uns im Alltag begegnen, kommt YouTube nicht vor. Drei der fünf letzten Reports in dieser Serie zeigen aber das gleiche Muster.

Brand-Hubs sind die heimliche Infrastruktur des Marktes. coremedia.com, hygraph.com, optimizely.com, prismic.io, strapi.io, dotcms.com, hubspot.de, storyblok.com, sanity.io, webstacks.com, kontent.ai, magnolia-cms.com, contentstack.com, contentful.com. Vierzehn der Top-50-Domains sind eigene Hubs von CMS-Anbietern. Zusammen tragen diese Brand-Hubs deutlich über 20 Prozent des gesamten Citation Share. Die AI zitiert diesen Content massiv, ganz unabhängig davon, welche Marke im Artikel selbst im Vordergrund steht. Wer einen solchen Hub betreibt, sammelt Citations für sich selbst und liefert nebenbei das Rohmaterial, aus dem die KI Rankings der Wettbewerber ableitet.

Reddit auf Rang 9 und dev.to auf Rang 33. Beide tauchen in fast keiner traditionellen B2B-Marketing-Strategie auf, sind in dieser Kategorie aber messbare Citation-Quellen. Reddit-Threads über Headless-CMS-Vergleiche werden von ChatGPT und Perplexity systematisch zitiert. dev.to-Artikel von Entwicklern, die ihre CMS-Erfahrungen teilen, fließen in Developer-fokussierte Antworten ein. Das ist kein Long-Tail-Effekt, sondern strukturelle Quellenmechanik.

Spezialisten-Domains wie cmsstash.de, headlesscms.guide und friendventure.de sind im Mittelfeld stark vertreten. Diese Sites werden von einzelnen Redakteuren oder kleinen Teams betrieben, decken die Kategorie aber in beachtlicher Tiefe ab. AI-Systeme zitieren sie regelmäßig, weil sie über Jahre hinweg konsistente Vergleichsartikel produziert haben. Für Anbieter, die in dieser Kategorie sichtbar werden wollen, sind sie häufig der schnellere Hebel als die großen Wirtschaftsmedien.


Fazit: Wer steht wo, und wo bleibt Potenzial liegen?

Contentful

Contentful dominiert den Markt in einer Form, die in dieser Serie sonst nirgends auftritt. 73 % Gesamtsichtbarkeit, Spitzenposition auf allen drei Plattformen, in vier von fünf Themenbereichen auf Rang 1 oder 2. Die einzige Kategorie, in der Contentful nicht führt, ist Marketer Experience. Dort dominiert WordPress, und auch hier liegt Contentful auf Rang 2 mit 42,3 %. Was Contentful in dieser Position hält, ist die schiere Breite der Quellenbasis: Brand Hub, Tech-Fachmedien, Enterprise-Vergleichsartikel, Developer-Communities, deutschsprachige Mittelstands-Portale. Es gibt keine Citation-Quelle, in der Contentful systematisch fehlt. Diese Position lässt sich nicht mit einer Einzelmaßnahme angreifen. Sie ist über fünfzehn Jahre Markt- und Content-Präsenz aufgebaut.

Strapi

Strapi auf Rang 2 gesamt und Rang 1 in Developer Experience mit 94,8 %. Strapi besitzt die Developer-Kategorie in einer Form, die in der Serie an Personios HR-Dominanz erinnert. Fast jede relevante Frage löst eine Strapi-Erwähnung aus. Außerhalb der Developer-Kategorie wird die Position dünner: In Marketer Experience und Enterprise & Compliance ist Strapi nicht in den Top 5 vertreten. Das ist das typische Muster eines Open-Source-Anbieters. Extrem stark in den Quellen, in denen Entwickler unterwegs sind, schwach in den Quellen, die Entscheider in Marketing und Compliance lesen.

Sanity

Sanity auf Rang 3 gesamt mit 51 %, Rang 4 in Headless CMS Auswahl, Rang 3 in Developer Experience. Sehr ähnliche Signatur wie Strapi: stark in technischen und Auswahl-Kategorien, schwach in Marketer Experience (nicht in Top 10) und Enterprise & Compliance (Rang 7 mit 29,7 %). Auf ChatGPT mit 66,1 % deutlich stärker als auf Perplexity mit 38,5 %. Die Position spiegelt eine über Jahre aufgebaute Verankerung in englischsprachigen Tech-Communities, mit messbar geringerer Präsenz in deutschsprachigen Fachmedien.

Storyblok

Storyblok auf Rang 4 gesamt mit 48,6 %. Die Position ist in den Themenbereichen sehr unterschiedlich verteilt. Rang 2 in Headless CMS Auswahl (65,4 %), Rang 2 in Wettbewerbsvergleich (72,0 %), Rang 4 in Developer Experience (40,4 %), Rang 5 in Marketer Experience (37,7 %), Rang 12 in Enterprise & Compliance (16,3 %). Über die Plattformen hinweg ebenfalls sehr unterschiedlich: Auf Google AI Overviews mit 59,2 % auf Rang 2, auf ChatGPT mit 58,1 % auf Rang 3, auf Perplexity mit 28,6 % auf Rang 4. Diese Plattform-Spreizung von rund dreißig Prozentpunkten ist die größte aller vier Spitzenanbieter. Die eigene Domain (storyblok.com) erscheint in der Citation-Analyse mit 1,15 % im oberen Mittelfeld der Brand-Hubs. Vergleichbar mit sanity.io (1,13 %), aber spürbar hinter strapi.io (1,44 %) und hygraph.com (1,71 %).

WordPress

WordPress auf Rang 5 gesamt, trotz sinkender Marktrelevanz im Headless-Segment. WordPress hält die Position rein über Quellenmasse. Zwanzig Jahre Fachpresse, Mittelstands-Magazine und Marketing-Blogs, in denen der Name systematisch fällt, sobald über CMS gesprochen wird. In Marketer Experience führt WordPress mit 51,2 %. Das ist keine aktive Headless-Positionierung, sondern Gravitation. Für jeden modernen Anbieter ist WordPress in diesem Segment kein Wettbewerber, sondern Kontext. Das Standard-Beispiel, gegen das man sich begrifflich abgrenzen muss, wenn man als Headless-Alternative wahrgenommen werden will.

Drupal

Drupal auf Rang 6 mit 20,4 %, Rang 2 in Enterprise & Compliance mit 56,8 %. Drupal ist die andere Open-Source-Größe der Kategorie, und im Enterprise-Segment fast doppelt so präsent wie im Gesamtmarkt. Diese Konzentration ist konsistent: Drupal wird in Enterprise-Ausschreibungen, Behörden-Dokumentationen und Mittelstands-Compliance-Artikeln seit zehn Jahren als Default genannt. Außerhalb dieser Kategorie ist die Marke weniger sichtbar. Für einen modernen Headless-Wettbewerber wäre das eine Lücke, für Drupal ist es eine bewusste Verankerung im Bestandsgeschäft.

Directus

Directus auf Rang 7 gesamt mit 19,7 %, Rang 5 in Wettbewerbsvergleich, Rang 6 in Developer Experience. Ein Anbieter, der seine Position fast vollständig über die Self-Hosted- und On-Premise-Konnotation aufbaut. In Wettbewerbsvergleichen wird Directus systematisch genannt, sobald eine Frage „europäische" oder „DSGVO" oder „self-hosted" enthält. Die Kategorie Marketer Experience ist eine sichtbare Lücke (Rang 9 außerhalb Top 5).

Hygraph

Hygraph auf Rang 8 mit 18,9 %, in Developer Experience auf Rang 5. Hygraph ist eine der kleineren modernen Headless-Plattformen mit signifikanter AI-Präsenz, und die Marke, deren Citation-Domain (hygraph.com auf Rang 7 der Domains mit 1,71 %) am meisten überproportional ist. Der eigene Brand Hub trägt einen großen Teil der Sichtbarkeit. Außerhalb der Developer-Kategorie fällt Hygraph aber deutlich ab: in Marketer Experience nicht in den Top 10, in Enterprise & Compliance Rang 14. Wer Hygraph kauft, kauft heute in der AI-Wahrnehmung primär ein GraphQL-CMS. Alle anderen Use-Cases bleiben unter dem Radar.

Magnolia

Magnolia auf Rang 9 gesamt, Rang 5 in Headless CMS Auswahl mit 37,4 %, Rang 6 in Enterprise & Compliance. Magnolia ist im DACH-Markt eine bemerkenswert starke Mittelfeld-Position: ein Schweizer Anbieter mit konsistenter Präsenz in deutschsprachigen Quellen, mit eigenem Brand Hub (magnolia-cms.com unter den Top-25-Citation-Domains), und ohne die Plattform-Konzentration, die viele Wettbewerber zeigt. Was Magnolia fehlt, ist ein klarer Anker in einer einzelnen Top-Kategorie. Die Marke ist überall präsent, aber nirgends dominant.

TYPO3

TYPO3 auf Rang 10 mit 17,7 %, Rang 3 in Enterprise & Compliance mit 52,9 %. Die deutsche Open-Source-Plattform für Behörden, Bildung und mittelständische Industrie. Außerhalb des DACH-Markts kaum sichtbar, im Enterprise-Compliance-Segment dafür eine Macht. Das ist die spiegelbildliche Position zu Strapi: nicht über internationale Developer-Quellen verankert, sondern über deutschsprachige Enterprise-Fachmedien.

CoreMedia

CoreMedia auf Rang 11 gesamt, mit der höchsten Citation-Share aller Anbieter überhaupt (3,91 %). Diese Diskrepanz ist eine der instruktivsten Beobachtungen des Reports. CoreMedia liefert das meiste Rohmaterial für AI-Antworten in dieser Kategorie, profitiert aber selbst nur überschaubar davon. Der Grund liegt darin, dass die meisten Citations auf Artikel verlinken, die andere Anbieter prominenter behandeln. CoreMedia wird zitiert, aber CoreMedia wird in den Antworten nicht so häufig genannt wie Contentful, Strapi, Sanity oder Storyblok. Das ist die Schattenseite einer aggressiven Content-Hub-Strategie. Wer der Plattform am meisten zuliefert, sichtet sich selbst nicht automatisch zuerst. Im Marketer-Experience-Segment ist CoreMedia mit Rang 4 aber unter den deutschen Anbietern am stärksten verankert.

Adobe und Sitecore auf Rang 12 und 13, die klassischen Enterprise-Suite-Anbieter, beide in Enterprise & Compliance auf Rang 4 und 5. Die Visibility resultiert hier nahezu vollständig aus historischer Marktpräsenz: zwanzig Jahre Fachpresse, Analystenreports, Compliance-Dokumentationen. In Developer-Kategorien fallen beide aus den Top 10 heraus. Für moderne Headless-Anbieter ist das ein deutliches Signal. Die Suite-Anbieter sind in ihrem Stammbereich (Compliance, Enterprise-Procurement) noch stark, in den Wachstumssegmenten (Developer Experience, moderne Auswahl-Fragen) aber nicht. Hier öffnet sich ein Korridor.

Prismic

Prismic auf Rang 14 mit 14,4 %, Rang 6 in Wettbewerbsvergleich. Prismic hat die stärkste Position in „Vergleichs"-Anfragen, also dort, wo eine Marke aktiv erwähnt wird, weil sie als Alternative gilt. Die eigene Citation-Domain (prismic.io, Rang 11 mit 1,46 %) trägt das mit. Außerhalb der Wettbewerbsvergleich-Kategorie ist Prismic deutlich weniger sichtbar. Ein Anbieter, dessen Sichtbarkeit fast vollständig über die Rolle als „Alternative zu" definiert ist.

Payload

Payload auf Rang 16 mit 12,4 %. Der einzige Newcomer in der Top 20, dessen Trajektorie auffällt. Payload existiert in vergleichsweise wenigen Quellen, aber jede davon ist tief im Developer-Diskurs verankert. Rang 7 in Developer Experience zeigt, dass diese Strategie aufgeht. Für Anbieter in vergleichbarer Position (kleinere Headless-CMS mit Developer-Fokus) ist Payload das aktuelle Vorbild dafür, wie man mit fokussierter Quellen-Strategie schnell Sichtbarkeit aufbaut.

Für DACH-Anbieter insgesamt gilt: Der Markt ist auf der Spitze von vier Marken besetzt (Contentful, Strapi, Sanity, Storyblok), die zusammen den Großteil des Share of Voice halten. Darunter öffnet sich ein Mittelfeld, in dem deutsche und europäische Anbieter wie Magnolia, TYPO3, Directus oder CoreMedia mit konsistenter Quellenpräsenz Plätze halten und ausbauen können. Der entscheidende Hebel liegt nicht ausschließlich in englischsprachigen Tech-Communities. Diese sind von den Pure Plays besetzt. Ebenso wichtig sind die deutschsprachigen Vergleichsmedien, Fachportale und Enterprise-Fachpublikationen, die von ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity unterschiedlich, aber alle drei substanziell zitiert werden. Wer dort präsent ist, wird in der relevanten Mittelfeld-Position sichtbar. Wer fehlt, bleibt in einem Long Tail, der in der Praxis nicht in der Antwort auftaucht.


Was Recon Rise macht

Dieser Report zeigt die Kategorie. Wir zeigen, wo deine Marke darin steht, und bauen dann das auf, was fehlt.

Ein AI Visibility Audit misst die aktuelle Sichtbarkeit auf ChatGPT, Google AI Overviews und Perplexity, aufgeschlüsselt nach Themen, Plattformen und Positionen. Danach beginnt die operative Arbeit: Quellen aufbauen, die AI für deine Kategorie heranzieht. Earned Media platzieren, Vergleichscontent entwickeln, Datenstrukturen aufsetzen. Die Infrastruktur, die dafür sorgt, dass deine Marke in den richtigen Antworten auftaucht. Dauerhaft, nicht einmalig.

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Methodik

Profound AI Visibility Monitoring · 25 Prompts aus 5 Themenbereichen: Headless CMS Auswahl, Wettbewerbsvergleich, Developer Experience, Marketer Experience, Enterprise & Compliance · Messzeitraum: April 2026 · Plattformen: ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity · Mehrfachausführung je Prompt und Plattform · 181 einzigartige Brands identifiziert · Citation-Analyse auf Basis von 657 einzigartigen Domains und 1.303 einzigartigen Pages · Region: Deutschland · Kategorie: Headless CMS / Composable Content Platforms


AI Visibility Index DACH 2026 — Headless CMS Recon Rise GmbH · Düsseldorf · reconrise.ai © 2026 Recon Rise. Alle Rechte vorbehalten.

AI Visibility Benchmark ReportNo. 06

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